In Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen spielen Datenbanksysteme eine immer größer werdende Rolle. Es gilt als sicher, dass ihre Bedeutung durch die zunehmende weltweite Vernetzung, wie des Internets, noch stärker wachsen wird.
Grundsätzlich besteht ein Datenbanksystem aus zwei Teilen: der Verwaltungssoftware, genannt Datenbankmanagementsystem (DBMS) und der Menge der zu verwaltenden Daten, der eigentlichen Datenbank [Wik06a]. Ohne den Einsatz eines einheitlichen Datenbankmanagementsystems würde es zu Problemen bei der Pflege der Daten kommen:
Bei einem globalen, integrierten DBMS wird unkontrollierte Redundanz vermieden, d.h. es wird vermieden dieselben Informationen bezüglich eines Anwendungsbeispiels mehrfach, also redundant, zu speichern. Das mehrfache Speichern von Daten, wie beispielsweise einer Kundenadresse, würde beim Ändern zu Inkonsistenzen führen, falls nicht alle Vorkommen der Adresse im DBS geändert werden würden.
In einer DBMS werden allerdings nur Transaktionen vollzogen, die die Datenbasis in einem konsistenten Zustand überführen.
Daten, die in isolierten Dateien gespeichert werden sind sehr schwer miteinander zu verknüpfen. Bei einem homogenen integrierten DBMS werden die Informationen einheitlich modelliert, so dass sich die Daten sehr flexibel miteinander verknüpfen lassen.
Datenbankverwaltungssysteme bieten auch Schutz vor Datenverlust. Mithilfe von ausgefeilten Recoverykomponenten werden Benutzer vor vorhersehbaren Fehlerfällen geschützt. Zudem bietet eine DBMS eine Mehrbenutzerkontrolle, die Anomalien entgegenwirkt. Das Phänomen “`lost update”‘ entsteht z.B. bei unkontrollierten Zugriff von mehreren Nutzern auf die selben Daten. Man denke etwa an das gleichzeitige unkontrollierte Editieren derselben Datei durch zwei Benutzer. Dabei kann es sehr leicht dazu kommen, dass die Änderungen des einen Benutzers von dem Benutzer, der die Datei zuletzt zurückschreibt, überschrieben werden.
Datenbanksysteme bieten auch eine gewisse Sicherheit. So werden Daten nicht allen Nutzern zur Verfügung gestellt, sondern nur den Privilegierten. Dabei können Views erstellt werden, damit nur eine bestimmte Gruppe, wie Administratoren, auf sensible Daten zugreifen können.
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